JUGENDGRUPPE KÄGISWIL

BERICHT NACHTSCHLITTELN

Samstag 27. Februar 2010

26 JGKler trafen sich pünktlich um 18:00 Uhr auf dem Dorfplatz Kägiswil.
Nach langer Diskussion und Abklärungen machten wir uns doch noch auf den Weg in die Stöckalp. Wegen starken Windes teilte das Tourismusbüro Melchsee-Frutt uns mit, dass es noch unklar sei, ob die Bahnen am Abend fahren können.
In der Stöckalp angekommen waren wir schon etwas erleichtert: Die Bahnen fuhren, allerdings nur im Convoy (nur 5-6 hintereinander).
So mussten wir eine Weile warten bis es Richtung Melchsee-Frutt, mit immer stärker werdendem Wind, losging. Bis die Letzten oben ankamen, genossen die Ersten einen* Drink im El Coraçon. * Für gewisse mehrere Getränke

Jetzt ging es los in Richtung Bonistock. Als wäre es nicht schon anstrengend genug, sorgte der extrem starke Wind für ein langsames weiterkommen. Die Piste war auch nicht gerade angenehm hinaufzugehen. Entweder ganz eisig oder mit Wechten, die bis 2 Meter hoch waren ganz weich und tief.
21 von 26 Mitglieder erreichten den Gipfel und genossen ein Fondue, wie man es sich wieder vorgestellt hat. Keine Angst, die restlichen 5 gingen nicht unter, sie kehrten nach dem ersten Drittel um und verblieben im El Coraçon.
Um 23:00 Uhr hiess es warm einpacken, Ski-Brille und Stirnlampe aufsetzen und ab die Post. Stürmischer hätte die Abfahrt von der Stonibock nach Melchsee-Frutt nicht sein können. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 115 Stundenkilometern kämpften wir uns durch. Alle kamen heil, aber mit verschneiten Köpfen, im El Coraçon an. Dort genossen wir den restlichen Abend.
Um 01:30 Uhr setzten wir die Abfahrt fort ins Tal. Auch unterhalb der Melchsee-Frutt zog der Wind kräftig über die Piste.
Um 02:00 Uhr waren alle unten angekommen.
Die Einen waren froh, für die Anderen war es ein Abenteuerlicher Ausflug, wie man ihn nur selten hat.
Ich hoffe nun, dass wir nächstes Jahr, nach 2 stürmischen Nachtschlitteln-Jahren, wieder einmal einen gemütlichen normalen Ausflug auf die Melchsee-Frutt unternehmen können.
Man sagt ja: Alle guten Dinge sind 3.

Pascal Zumstein

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